
Bei einem automatischen Ellipsendruckgerät, bei dem mobile Druckplatten verwendet werden, liegt das Problem nicht im Vorgang des Abwischens der Druckplatten mit dem Spezialwerkzeug. Das Problem ist vielmehr die Zeit, die benötigt wird, um die UV-Tinte vor dem nächsten Durchgang vorzubereiten. Wenn die Lampe nicht in kürzester Zeit die erforderliche Strahlungsintensität liefern kann, dreht sich die Bahn weiter – doch die Produktivität nimmt ab.
Was technisch wichtig ist: Für den Einsatz mit mobilen Druckplatten muss man den Photokatalysator auf eine stabile, ozonfreie Quecksilberdampflampe abstimmen. Die Wellenlänge dieser Lampe liegt bei 365 nm – das ermöglicht eine schnelle Verklebung der auf Acrylat basierenden Tinten, ohne dass zusätzliche Energie als Wärme verloren geht.
Eine Lampe mit einer Leistung von 1200 W/cm sollte eine maximale Strahlungsintensität von mindestens 800 mW/cm² erreichen. In Kombination mit einem hochreflektierenden Dichroikspiegel sowie einem Quarzfenster, das eine konstante UV-Übertragung gewährleistet, kann man eine Strahlungsintensität von 500–800 mJ/cm² erzielen. Dadurch kann die Zeit zwischen den einzelnen Durchgängen von 1,2 Sekunden auf 0,6 Sekunden verkürzt werden. Der Betrieb beginnt sofort – die volle Leistung wird nach 15–20 Sekunden erreicht. Dadurch werden die Stillstandskosten minimiert.
Warum das bei elliptischen Druckgeräten funktioniert: Durch die Verkürzung der Zeit zwischen den Durchgängen erhält man mehr Durchläufe pro Stunde. Man behält dabei die gleichen Druckstationen und die gleiche Einrichtung – nur der Trocknungsprozess muss nicht mehr warten. So erhält man eine höhere Produktivität, ohne dass zusätzlicher Platz benötigt wird.
Der Energieverbrauch sinkt, da die Lampe weniger Zeit zum Arbeiten benötigt. Auch die Lebensdauer der Lampe verbessert sich, da weniger Einschalt-/Ausschaltvorgänge zu weniger thermischem Stress führen. Wir haben Geräte bereits über 5.000 Stunden im Betrieb gehabt – mit weniger als 5% Leistungsabfall – vorausgesetzt, die Luftzufuhr bleibt konstant und der Spiegel bleibt sauber.
Die Details, die dazu führen, dass es funktioniert: Die Länge und die Montage der Lampe müssen zur speziellen Konstruktion des elliptischen Trocknungsgeräts passen. Eine Fehlstellung führt dazu, dass an den Rändern des Substrats ungleiche Strahlungsintensitäten entstehen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Stromversorgung und der Zündmechanismus für die Betriebsspannung sowie den Startstrom der Lampe geeignet sind.
Die maximale Strahlungsintensität liegt in der Regel im Zentrum des Lichtbogens. Halten Sie den Weg des Substrats konstant und verwenden Sie einen Strahlungsmesser, um die Strahlungsintensität über die gesamte Breite zu überprüfen. Die Leistung hängt von der Lufttemperatur und dem Zustand des Reflektors ab – daher sind regelmäßige Überprüfungen unerlässlich.